Aus aktuellem Anlass habe ich mir mal wieder seit langer Zeit Sticker gekauft. Schon als Kind habe ich sie gerne gesammelt, Briefe verschönert oder - wie heute - meinen Kalender damit geschmückt. Diesmal dienen sie mir auch als Motivation, mit den Vorsätzen weiterzumachen: Wenn ich eine Aufgabe geschafft habe, gibt es für mich (wie in der Grundschule, ich weiß,) jeweils einen Sticker. Das macht die ganze Sache bunter und tatsächlich übersichtlicher, aber vor allem einfach kitschig-schöner XD... Leider haben viele deutsche Läden ein nicht wirklich ansprechendes Sortiment, deshalb greife ich zumeist auf japanische Stickersets zurück. Die sind zwar teurer, aber im Vergleich nicht so schäbig O.o...
Dieses Mal haben es (stets winzige) bunte Sterne und Blumen, rosa und rote Erdbeeren, Kleeblätter und japanische Smileys ins Programm geschafft. Leider habe ich keine gute Kamera (was sich irgendwann wenn ich Kohle habe, ändern wird,) deshalb habe ich versucht, Links zu finden, bin da aber leider auch nicht fündig geworden. Die Firma heisst jedenfalls
Kamio und hat ziemlich viele verschiedene Stile anzubieten, unter anderem Merchandise zu Linzenz-Characters oder aber auch eigene Designs.
Ich persönlich finde die meisten dann doch etwas zu schräg und bin bei meiner Suche dann auf die Firma
Djecor gestoßen, die etwas augenverträglichere Produkte herstellt. Zwei, drei Sachen die ich mir gerne holen würden wären folgende:
-
Medaillions
-
Mini-Billie (Character)
-
Pfirsichblüten-Klebeband
Natürlich gäbe es noch zig tausende tolle Sticker/varianten, ich jedenfalls werde die neuen die ich habe gut nutzen und meinen Spaß damit haben <3.
Falls noch jemand andere Firmen kennt, die tolle Designs herstellen, lasst es mich wissen!
Dieser Samstag stand ganz im Zeichen des Buchdesigns. Über den Japanologie-bezogenen Blog eines Kommilitonen (wakainihongakusha.com/wordpress) erfuhr eine designbegeisterte Freundin von mir von einer Sonderausstellung über japanisches Buchdesign ganz in unserer Nähe, im Klingspor-Museum in Offenbach. Das Museum ist in einem wirklich schönem Gebäude, dass von hohen Decken und viel Licht profitiert, auch wenn es an sich nicht besonders groß ist, hat man alles raus geholt.

Der Name Klingspor könnte Liebhabern der Typografie eventuell bekannt sein, er lebte von 1868 bis 1950 und übernahm eine Schriftgießerei in Offenbach und war der erste Besitzer einer solchen, der absichtlich zur Gestaltung der Bücher und der darin verwendeten Schriften Künstler heranzog.

Ich freue mich sehr, dass ich dieses Museum hier in der Nähe habe, ich fühlte mich schon seit meiner Kindheit total von Büchern angezogen. Als Kind und Jugendliche habe ich sicherlich hunderte von Stunden in Bibliotheken verbracht und habe bis heute fast schon einen kleinen Fetisch für Büroartikel entwickelt. (Nein, nicht wirklich, aber meine Begeisterung für schöne Notizblöcke, Hefte, Stifte, Mappen, Papier und Pappe schlägt meine Begeisterung für Musik, Mode und vor allem Schuhe um Längen!)

Die derzeitige Ausstellung umfasst für unschlagbare 1,50€ (Studentenpreis, Erwachsene glaube ich 2 €,) eine Ausstellung über Kinderbücher, die wirklich nicht zu unterschätzen ist. Ich hoffe, später Bilder in den Eintrag einfügen zu können um euch die künstlerische Vielfalt etwas näher bringen zu können. (Edit: Offensichtlich hats ja geklappt!) Es gab glücklicherweise nicht nur Exemplare aus dem deutschen Sprachraum, sondern viele andere. Sogar Illustrationen aus Teheran waren dabei. Doch a meisten beeindruckt hat mich wohl die Ausgabe "Zauberklang-Geschichten Peter Pan" aus dem Ravensburger Verlag, bei der unter anderem ein großes Schiff plötzlich aus dem Buch hervorklappt. Als Kind hätte ich vor Freude gejuchzt, achwas, ich hab's heute als Erwachsene ebenso getan.

Generell war die stilistische Vielfalt wirklich überwältigend, ich habe zuvor nie bemerkt, wie unterschiedlich Kinderbücher sein können. Vielleicht liegt das daran, dass wir damals selbst kaum bebilderte Kinderbücher hatten. (?!)

Es wurden übrigens auch eine illustrierte Version von Dornröschen vorgestellt, die von einer damals elf-jährigen, heutigen Professorin für Design hervorgebracht wurden. Wirklich beeindruckend! Übrigens schrieb sie damals in die Sütterlinschrift!

Der japanische Teil der Ausstellung war auch sehr interessant, nicht ganz so bunt, aber spielerischer in der Gestaltung der Bücherformate. Hier gabs teilweise sehr "schräge" bis provokante Bücher, eines war besonders kontrovers, weil es mit Absicht alles, was Gang und Gäbe in der japanischen Verlagszene zu sein scheint, mit Absicht über Bord wirft. Insgesamt hatte ich den Eindruck, japanische Herausgeber trauen sich mehr, sind erfinderischer, dafür aber nicht so knallig.

Es war auf jeden Fall eine lohnende Ausstellung, die mehr fein und klein war, aber sehr interessant und eindrucksvoll. Wer sich auch nur ein bisschen für Buchgestaltung begeistern kann, sollte die Gelegenheit wahrnehmen und knapp 2 € für einen anregenden Vormittag bereithalten.
Nach dem Besuch kann man sich auch gemütlich bei einem schönen Mittagessen oder Kaffee zusammensetzen und ein bisschen das Erlebte Revue passieren lassen <3
