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Kategorien : Sprachen:Japanisch
Japanisch - Die Sprache des Teufels?!
So oder so ähnlich lautet der Titel des Buches, dass sich eben genau mit dieser Frage beschäftigte. Ich erinnere mich nur noch dunkel an die Autorin, die sogar mal bei uns in der Uni einen Vortrag hielt und als Person jetzt nicht wirklich spannend zu sein schien, aber das Buch war klasse.
Doch muss ich gestehen, den Titel nur als Aufmacher für meinen eigenen kleinen Erfahrungsbericht über diese Sprache, die mir sehr am Herzen liegt, dienen soll.
Ich selbst lerne mal mehr, mal weniger Japanisch mit dem Ziel, später bei einer bestimmten Videospielefirma unterzukommen.
Leider merke ich, wie meine Motivation ständig steigt und fällt. Der Grund, denke ich, ist mir auch bekannt, der verdammte Druck.
Es ist ein Übel in dieser Welt dem man nicht wirklich entkommen kann, weshalb ich mich zumindest an dieser Stelle kurz fassen will: Auf wirklich freiwilliger Basis wäre das lernen leichter. Nicht nur, weil man sich dann an sein eigenes Tempo und vor allem die eigenen Interessen innerhalb der Sprache halten könnte, sondern auch weil dieser elitäre Klassenkameradenvergleich nichtig wäre. Diese Sprache ist wirklich aufwendig genug, da braucht es nicht noch gefühlte dreihundert erwartungsvolle Mienen, die im Hintergrund der "Akademiker-Industrie" auf jeden Pinselstrich und Grammatikfehler achten. Erst heute traf ich im Fahrstuhl auf eine wirklich sehr geschätzte Dozentin, die mir auch sofort die Frage stellte. "Wann werden Sie fertig?" Wo bleibt denn die Frage nach dem Spaß an der Sache? Muss man seinen Job heutzutage denn wirklich immer hassen um als "erfolgreich" oder "selbstständig" zu gelten?
Ist man nicht mit echter Motivation und Freude tausendmal "produktiver", wie es ja alle um einen herum haben wollen? Ist der Gedanke an Produktivität nicht eigentlich der unproduktivste Gedanke überhaupt? Es soll doch um Werte gehen, um Inhalte und nicht um einen Ouput! Wenn man Goethe gefragt hätte, "Wann werden Sie denn fertig?" hätte er sich vielleicht gleich sterben gelegt. (Wobei Goethe sich bei dem Vergleich grade wahrscheinlich nochmal umgedreht hat...)
Doch bevor dieser Post in einem Meer der Selbstmitleidsbekundungen untergeht, widme ich mich aber wieder dem eigentlichen Thema:
Japanisch ist ein wirklich wirklich tolle Sprache, es ist nur sehr aufwendig, ihr Schriftsystem zu lernen. Das frisst wirklich unheimlich viel Zeit.
In der Zukunft möchte ich gerne mit diesem Blog auch ein paar Projekte in Sachen Japanisch aufgreifen, z.B. eigene Übersetzungen von Untertiteln anfertigen. Ich denke, wenn man seine Ergebnisse anderen mitteilt, hat man noch mehr Motivation, sowas überhaupt anzupacken.
Wie man am besten Japanisch lernt, was man beachten muss etc. haben andere schon vor mir mehr als ausschweifend diskutiert, ein paar - meines Erachtens - interessante Sites, Blogs, Tipps etc. leite ich natürlich gerne weiter.
Japanisch, bzw. japanische Produkte und glücklicherweise mittlerweile auch Menschen sind tief in meinen Alltag verwurzelt, weshalb es mein größter Wunsch ist, eines Tages diese Sprache fliessend zu beherrschen und mich völlig entspannt japanischen Games, Büchern, Anime, Manga, Filmen, etc. zu widmen ohne ständig alles nachschlagen zu müssen :D
rhaelyn am 13. Dezember 11
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