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Auch wenn der Eintrag zum
Klingspormuseum anderes vermuten lässt, muss ich eigentlich jeden Cent dreimal umdrehen. Glücklicherweise werde ich durch meinen Partner sehr unterstützt und die Situation ist mir so oder so nicht ganz fremd, hatten meine Familie schon seit meiner Kindheit immer mit den Finanzen zu kämpfen.
Leider wird mein Partner vorrausichtlich für eine gewisse Zeit im Ausland sein und seinen Aufenthalt selbst finanzieren müssen, deshalb muss ich mich wieder etwas stärker darauf einstellen, dass Nahrungsmittel knapper werden und große Einkäufe der Vergangenheit angehören. Genauso sieht es aus mit Unternehmungen oder "Kleinigkeiten" wie einem Café-Besuch etc.
Einerseits - jetzt mag man mich für verrückt erklären - ist das aber gar keine schlechte Sache. Wenn man auch kleine Dinge nicht mehr für selbstverständlich nimmt, dann kann man sich umso mehr über sie freuen, wenn sie doch mal stattfinden. Man wird einfach dankbarer für einfache Dinge und ist wirklich, kein Witz, ingesamt zufriedener mit dem, was man hat. Ich haue jetzt nicht die "denkt-an-die-afrikanischen-Kinder"-Keule raus, das ist zum Glück von unserer europäischen Lebenswelt ein Stück entfernt, aber auch ich habe Menschen, in diesem Fall Kommilitonen kennengelernt, die so große Geldsorgen hatten, dass sie sich gefreut haben, einen zwei Kilo Kartoffelsack für 60 Cent ergattert zu haben. Das ging bei dem einen so weit, dass er wirklich extrem abnahm, weil er sich kein Essen mehr leisten konnte.
So weit soll es bei mir allerdings nicht kommen, in totaler Askese möchte ich dann doch nicht leben. Deshalb möchte ich an dieser Stelle mal testen, wie lange ich mit einer bestimmten Menge Lebensmittel auskomme, um Geld zu sparen. Fortan wird auf neue Einkäufe verzichtet, bis der letzte Vorrat aufgebraucht wird. Denn, wie oft passiert es, dass man noch Dinge im Kühlschrank hat, die nicht optimal genutzt wurden? Das ist reine Geldverschwendung im doppelten Sinne, schließlich kaufte man sie zunächst und muss sie dann neu ersetzen, weil sie schlecht wurden.
Die Weihnachtszeit erleichtert mir - dank Freunden und Familie - natürlich den Zugang zu Süßigkeiten oder größeren Festschmäusen, aber ingesamt möchte ich ab jetzt wirklich wissen, wie weit ich wohl komme. Da meine Vorräte immens sind und ich per se eigentlich gerne gut esse und es von meiner Familie her gewohnt bin, selbst zu kochen, ohne größere Hilfsmittel, möchte ich auch darstellen, dass man sich gesund ernähren kann, wenn man -sagen wir- als Single 35 € im Monat für Essen und Trinken zur Verfügung hat. (Bestimmte Sachen wie Salz/Pfeffer/Gewürze vorausgesetzt.)
Ich nehme an, dass meine bisherigen Vorräte diese Summe übersteigen, aber ich denke auch, dass ich die Monatsgrenze knacken werden. Wohlan denn, möge die Challenge beginnen!
(Man beachte, dass manchmal schon geöffnete Packungen verbraucht werden und ich die Preise für die jeweiligen Lebensmittel nicht immer im Kopf habe, wenn ich es aber noch weiß, schreibe ich es dazu. Wenn ich zum Essen woanders bin (und selbstverständlich eingeladen wurde, ziehe ich es von der Gesamtsumme der Tage ab, bis ich auf sagen wir - 40 Tage - komme. Ich bin gespannt, ob's bis dahin reicht oder ob ich feststellen werde, dass ich mit meiner Ernährung anders haushalten muss. Noch ist es einfach, wenn aber die Auswahl schrumpft, wird es sicherlich hart. Achja, alle Zutaten wurden bislang im Nahkauf oder einem großen Rewe gekauft, ich bin mir sicher, wenn ich einen Aldi/Lidl oder das neue Equivalent in der Nähe hätte, würde man nochmal Geld sparen. )